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QUALIFIZIERUNG
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Denn was viele Kunden nicht  wissen:  Ökomobil ist mehr als "nur" ein gut eingeführter Betrieb mit  fast 30 Jahren Tradition. Hier werden junge Menschen qualifiziert und  ausgebildet, die auf dem normalen Arbeitsmarkt keine Chance hätten. Wie  Manuel, z.B. Das Heimkind ohne Schulabschluss hat hier seine Gärtnerlehre  geschafft, als einer der Jahrgangsbesten.  Klaus Umbach, Geschäftsführer  der LAG Jugendsozialarbeit Bayern: "Die besonderen Stärken von Ökomobil sind  der hoch professionell arbeitende Betrieb und die hervorragenden Kontakte zu  Kooperationspartnern in lokalen und überregionalen Strukturen."  Dadurch  können die meisten der jungen Leute nach der Ausbildung auf dem ersten  Arbeitsmarkt Fuß fassen.

"Ich bin stolz auf diese gemeinsame Leistung  von Mitarbeitern, Maßnahmenteilnehmern, Sozialpädagogen und Meistern. Wir  haben uns im Vergleich zum ersten Audit in 2007 in allen Bereichen verbessert  und gehören zu den besten 10% in Bayern," freut sich Geschäftsführer Volker  Widmann über das doppelte Zertifikat.

Manfred Jena, Vorstand des  Trägervereins Spectum e.V., unterstreicht die gesellschaftliche Bedeutung  Sozialer Betriebe, denn der Bodensatz an Langzeitarbeitslosen profitiere  nachweislich nicht von der guten Arbeitsmarktlage, wie die neuesten Zahlen der  Arbeitsagentur deutlich machten. "Nur mithilfe sozialpädagogischer Begleitung  können die langzeitarbeitslosen Jugendlichen einen Ausbildungs- und  Arbeitsplatz finden," so Jena. Das mache die BBJH ( Berufsbezogene  Jugendhilfe) gerade jetzt so wichtig, denn um die Arbeitslosigkeit dauerhaft  zu senken, muss die Qualifikation erhöht werden. Die Landtagsabgeordnete Diana  Stachowitz betont in ihrem Gratulationsschreiben, durch eine gezielte  Zusammenarbeit von Kommune, Wirtschaft und sozialen Betrieben könnte in  Zukunft auch dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden.

Die  Landeshauptstadt München ist seit Jahren ein zuverlässiger Partner der BBJH.  "Ich kann zusichern, dass im Falle eines Auftrags der Wählerinnen und Wähler  im kommenden Jahr diese Politik auch fortgesetzt werden wird", sicherte  Stadtrat Christian Müller in seinem Grußwort zu.  

Ökomobil  zeichnet sich durch die Verbindung von Theorie mit anschaulicher Berufspraxis  aus, was den Jugendlichen das Lernen erleichtert. Jüngstes Beispiel: die  Insektenhotels, die als Projektarbeit im Sommer 2013 von ihnen in Eigenarbeit  erstellt wurden.

Presseinformation


Wie der Umweg zur Zielgeraden wird


25 Jahre Stadtwerkeprojekt, die Ausbildungsinitiative der SWM mit dem Verein Spectrum - Arbeit, Beruf, Soziales e.V.



Freuen sich über 25 erfolgreiche Jahre Stadtwerkeprojekt: (v.l.n.r.): Manfred Jena, Vorstand Spectrum - Arbeit Beruf Soziales e. V., Christina Heydenreich, Leiterin Stadtwerkeprojekt, Reinhard Büttner, SWM Geschäftsführer Personal und Soziales, Dr. Hans Eberhard Körber, Stadtdirektor a. D., Bürgermeisterin Christine Strobl und Peter Hefter, ehem. SWM Personalchef

"Sitzen drei Leute im Blaumann zusammen bei der Mittagspause....", so könnte eine Geschichte anfangen, oder ein Rätsel. Der eine ist bedeutend älter, die andere ist ein sehr junges Mädchen, der dritte hat ausländische Wurzeln - was ist die Gemeinsamkeit? So könnte die Frage lauten. Die Antwort wäre dann einfach: alle drei machen eine Ausbildung bei den Stadtwerken München (SWM). Das Mädchen als "reguläre Azubine", die beiden jungen Männer mit Unterstützung des Stadtwerkeprojekts des Vereins Spectrum - Arbeit, Beruf, Soziales e.V. Sie haben das, was man auf neudeutsch berufliche Startschwierigkeiten nennt. Der ältere, Martin, 27, war bereits ausgebildeter Rettungssanitäter, als sein Leben in Schieflage geriet. Private Probleme, Ärger mit der Polizei. Danach sah es auf dem Ausbildungsmarkt schlecht aus, für ihn. Nenad, 28, ohne Schul-abschluss, hatte sich zunächst als Selbstständiger versucht - und war gescheitert. Als Familienvater wollte er unbedingt eine Ausbildung und danach einen sicheren Arbeitsplatz, aber auch er fand zunächst keinen Ausbildungsbetrieb.

Beim Stadtwerkeprojekt fühlen sich Martin und Nenad nicht nur gut ausgebildet, sondern auch gut aufgehoben. Vor genau 25 Jahren von den SWM gemeinsam mit dem Stadtjugendamt ins Leben gerufen, hat das Stadtwerkeprojekt bis heute 135 junge Männer und Frauen mit beruflichen und persönlichen Startschwierigkeiten in Ausbildung genommen.

Fast 70 von ihnen haben die Ausbildung erfolgreich durchgezogen, 34 wurden von den SWM übernommen. Zielgruppe sind Männer und Frauen zwischen 17 und 27Jahren. Sie müssen in München wohnen und Bedarf an zusätzlicher Unterstützung haben, um erfolgreich eine Berufsausbildung absolvieren und ein selbständiges Leben führen zu können. Angesprochen sind junge Erwachsene, die möglichst einen Hauptschulabschluss haben, von Arbeitslosigkeit bedroht sind, ihre Ausbildung abgebrochen haben oder eine berufsvorbereitende Maßnahme absolviert haben.

Voraussetzung für die Aufnahme und Arbeit im Projekt sind freiwillige Teilnahme, Motivation für eine Ausbildung bei den SWM, Teilnahme am Einstellungsverfahren, berufliche Eignung für die Ausbildung, Bereitschaft zur Zusammenarbeit sowohl mit den Sozialpädagogen als auch mit den Ausbildern. Jedes Jahr erhalten so ungefähr 5 junge Menschen, die diese Voraussetzung erfüllen, einen Ausbildungsplatz bei den SWM.

In den letzten 8 Jahren sind alle Teilnehmer des Stadtwerkeprojekts auf dem ersten Arbeitsmarkt untergekommen. "Diese Zahl kann sich sehen lassen, außerdem hat unser Projekt Modellcharakter in ganz Deutschland", freut sich die Leiterin Christina Heydenreich. "Inzwischen ist unstrittig, dass gerade junge Menschen mit erhöhtem Förderbedarf sozialpädagogische Begleitung unter realistischen Arbeitsbedingungen brauchen, um eine erfolgreiche Ausbildung zu absolvieren. Die Arbeit in einem echten Betrieb, mit echtem Wettbewerb und echter Wertschätzung, das kommt an."


"Eine tolle Bilanz zum Vierteljahrhundert. Dieses Ergebnis beruht einerseits auf der anerkannt hohen Qualität der Ausbildung bei den SWM und andererseits auf der anhaltend guten Kooperation mit den Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen im Projekt", ergänzt Reinhard Büttner, SWM Geschäftsführer Personal und Soziales.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Neben der "ganz normalen Ausbildung" in den unterschiedlichsten gewerblich-technischen Bereichen werden die jungen Menschen sozialpädagogisch unterstützt und auch in puncto Beruf und Berufsschule begleitet. "Das ist besonders dann wichtig, wenn das Lernen noch einmal richtig gelernt werden muss", weiß Heydenreich. Einige der Jugendlichen im Stadtwerkeprojekt leben in einer projekteigenen Wohngemeinschaft. "Wir vereinbaren Ziele, die ich erreichen kann, und bei Problemen, egal ob privat oder beruflich, gibt es jemanden, der für mich da ist. Das hat mir sehr gut getan", sagt Martin, der Anfang 2014 seine Abschlussprüfung machen wird, ebenso wie Nenad. Beide würden gerne auch danach bei den SWM bleiben.


In den letzten 10 Jahren ist eine deutliche Erfolgssteigerung erkennbar, und das, obwohl der Unterstützungsbedarf der jungen Menschen steigt. Im letzten Jahr wurden erstmals 6 ehemalige unbegleitete minderjährige Flüchtlinge eingestellt. Damit kommt dem Stadtwerkeprojekt nicht nur eine soziale und gesellschaftliche Bedeutung zu. Es ist Vorreiter in der Frage, wie der Mangel an Fachkräftenachwuchs gerade in technischen Berufen aufgefangen werden kann und gleichzeitig auch junge Menschen mit weniger guten Voraussetzungen einen sauberen Start ins Berufsleben hinlegen können. Die Landtagsabgeordnete Diana Stachowitz hat unlängst Münchner Wirtschaftsunternehmen und soziale Ausbildungsprojekte mit Arbeitsagentur und JobCenter an einen Tisch geholt. "Die Münchner Wirtschaft wächst, und unsere sozialen Betriebe können hier eine stattliche Anzahl junger Berufs- und Ausbildungsanwärter präsentieren. Deshalb wollen wir ein gemeinsames Ausbildungsprojekt starten, an dem Unternehmen, Berufsschulen und soziale Träger beteiligt sind", so die Sozialpolitikerin. Das Stadtwerkeprojekt könnte für solche ein Modell Pate stehen. "Wir stellen unsere 25jährige Erfahrung gerne zur Verfügung, wenn es darum geht, in München weitere Formen Assistierter Ausbildung ins Leben zu rufen", versichert Heydenreich.


Dass Sozialpädagogen die Ausbildung flankieren, kommt nicht nur den Projektteilnehmern zugute. "Das Klima ist im gesamten Bereich einfach besser, entspannter" so Heydenreich. "Und manchmal kommen auch die "normalen" Azubis mit ihren Fragen zu unseren Sozialpädagogen." "Ohne das Stadtwerkeprojekt hätte ich meine Ausbildung wahrscheinlich nicht durchgezogen", sagt Nenad.


Für die nächsten 25 Jahre wünscht sich Christina Heydenreich "dass das Stadtwerkeprojekt weiterhin so wunderbar von den SWM unterstützt wird. Und dass wir diese Idee in München mit vielen Kooperationspartnern aufgreifen können."

Hier ein historischer Abriss der 25jährigen Erfolgsgeschichte des Stadtwerkeprojekts:

  • Verabredung zur Gründung des Stadtwerkeprojekts 1987 unter OB Kronawitter, nach Anfrage der Stadtdirektoren Hefter, Layritz, Greiner, sowie von Herrn Körber und den Jugendamtsleitern Schrattenecker und Kurreck, am 1.10.1986.
  • Start zum 1.9. 1988 mit der Wohngemeinschaft in der Gufidaunerstraße 18 (Wilhelm Dittrich-Stiftung)
  • 1993 Umzug in die Ständlerstraße
  • Umwandlung der SWM 1998 in eine GmbH
  • Wechsel der Trägerschaft vom Stadtjugendamt zu Spectrum e.V. 2002
  • Genderaspekt: 2006 Gründung von MinA (Mütter in Ausbildung - Ausbildungsprojekt für benachteiligte junge Mütter im erzieherischen Bereich) als frauenspezifischer Ansatz; (leider aufgrund der aktuellen Förderrichtlinien im Moment in seiner Existenz hoch gefährdet)
  • Abschließend einige statistische Daten:
  • Seit 1988 waren 135 Jugendliche in Ausbildung im Stadtwerkeprojekt
  • 64 erfolgreiche Ausbildungsabschlüsse von 1988 bis Feb. 2013, davon allein 40 seit 2003, das entspricht 62% seit 2003; das bedeutet: in den letzten 10 Jahren ist eine deutliche Erfolgssteigerung erkennbar
  • Insgesamt 34 Übernahmen durch die SWM, davon allein 18 in den letzten 10 Jahren (52%); zeigt auch eine (Qualitäts-) Steigerung
  • Zertifizierung durch Gütesiegel der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit Bayern 2009 (Rezertifzierung am 27./28.6.2013) mit sehr gutem Ergebnis. Das heißt, das Qualitätsniveau bewegt sich innerhalb der oberen 20% aller zertifizierten (!) Einrichtungen in Bayern
  • In den letzten Jahren Zunahme an Komplexität beim Unterstützungsbedarf, z.B. letztes Jahr wurden 6 (ehemalige) unbegleitete minderjährige Flüchtling eingestellt
  • Weiterhin hohes soziales Engagement der SWM
  • Immer wieder Lob für das Konzept, z.B. auch vom Deutschen Jugendinstitut DJI

Mehr zum Stadtwerkeprojekt unter www.stadtwerkeprojekt.de

Spectrum - Arbeit, Beruf, Soziales e.V.

In den Betrieben und Projekten des Vereins Spectrum - Arbeit, Beruf, Soziales e.V. werden Jugendliche und Erwachsene ohne Berufsausbildung und mit beruflichen Handicaps praxisnah an den ersten Arbeitsmarkt herangeführt. Markenzeichen von Spectrum ist die Einbindung der Auszubildenden und der Mitarbeitenden in die berufliche Wirklichkeit eines am Markt agierenden Unternehmens bei gleichzeitiger sozialpädagogischer Betreuung. Durch dieses Gleichgewicht von fördern und fordern gewinnen sie neben fachlicher Qualifizierung Vertrauen in die eigenen Fertigkeiten und Fähigkeiten als Grundlage für ein selbst bestimmtes und geführtes Leben.

Pressereferentin Dr. Maria-Jolanda Boselli, 02573-0087459, info (at) maboss.de;

mehr Infos unter www.spectrum-ev.de.

Stadtwerke München

Die SWM sind das kommunale Versorgungs- und Dienstleistungsunternehmen Münchens. Sie stehen für eine sichere und ressourcenschonende Versorgung mit Energie und quellfrischem Trinkwasser. Mit 18 Hallen- und Freibädern betreiben die SWM eine der modernsten Bäderlandschaften Deutschlands. Ihre Verkehrstochter MVG ist verantwortlich für U-Bahn, Bus und Tram und damit ein wesentlicher Pfeiler im Münchner ÖPNV. Als kommunales Unternehmen nehmen die SWM auch ihre soziale Verantwortung ernst: Sie sind einer der größten Ausbildungsbetriebe Münchens, ermöglichen benachteiligten Jugendlichen im Rahmen des Stadtwerkeprojekts eine gute berufliche Ausgangsbasis und setzen sich mit der SWM Bildungsstiftung dafür ein, dass sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche ihre Chancen nutzen können.

Pressesprecherin Bettina Hess, 089/23 61-50 42,

presse@swm.de

mehr Infos unter www.swm.de,