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Sven - Familie und Job
statt Arbeitslosigkeit und Strafverfahren

Sven ist 18. Er hat einen Hautschulabschluss mühsam erworben nach Wiederholungen und Abbrüchen. Er hat viele Praktika gemacht, aber eine Arbeitsstelle hat er nicht gefunden. Alkoholbedingte Gewalttätigkeit brachte ihn immer wieder in Schwierigkeiten und handelte ihm Anzeigen und Strafverfahren ein. Durch sein Aussehen und seinen Ton entspricht Sven dem Klischee vom Skinhead, obwohl er politisch gar nicht rechts steht.

Als seine Freundin schwanger ist, wagt er einen neuen Versuch, sein Leben in den Griff zu bekommen. Der erste Schritt ist der Versuch, eine Berufsausbildung zu starten. Er kommt zumStadtwerkeprojekt. In einem ersten Praktikum zeigt er zwar einerseits Defizite im Lernverhalten, andererseits aber großes handwerkliches Geschick und technisches Verständnis. Sven erhält die Ausbildungsstelle.Er strengt sich an, erzielt gute Ergebnisse im fachlichen Bereich, arbeitet zunehmend selbständig und zuverlässig. Die Geburt der Tochter motiviert ihn zusätzlich. Natürlich gibt es immer wieder kleine Rückschläge, aber sie bringen ihn weiter. Er schließt die Ausbildung erfolgreich ab und wird von den Stadtwerken gern übernommen.

Während der Ausbildung lebt Sven in der Wohngemeinschaft des Stadtwerkeprojekts. Als er dort einzieht, führt sein Verhalten in der Gruppe zunächst zu ständigen Spannungen mit den anderen Bewohnern. An seiner Arbeitsstelle hingegen zeigt sich Sven kooperativ und teamfähig. Vor allem zu seinen Ausbildern entwickelt er eine gute Verbindung, sein Verhältnis zu Lehrern bleibt allerdings gespalten. Sven ist hoch motiviert, für seine Freundin und sein Kind Verantwortung zu übernehmen. Trotzdem ist die Beziehung geprägt von Konflikten und Schwankungen. Nach der Freude über die Geburt der Tochter und zum Ende der Ausbildung heiraten beide.

Sven kann schließlich eine Systematik seines alkoholbedingten Kontrollverlusts erkennen, die zu den Straftaten geführt hat. Es gelingt ihm, seinen Alkoholkonsum bis zur Abstinenz zu reduzieren. Er kann über sich und sein Verhalten nachdenken, Stress und Frust besser aushalten und Konflikte bewältigen. Der erfolgreiche Ausbildungsverlauf stärkt sein Selbstbewusstsein zusätzlich.

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