AUSBILDUNG
QUALIFIZIERUNG
UMSCHULUNG



 

FAQs - Was Sie schon immer über Spectrum wissen wollten

Unser Markenzeichen ist die berufspädagogische Konzeption für marktorientiert arbeitende Betriebe mit den Zielen:

  • Existenzsicherung durch eigene Arbeit
  • berufliche Qualifikation der Benachteiligten
  • Initiativen zur Verhinderung von Ausgrenzung und Stigmatisierung
  • sozialpädagogische Beratung und BegleitungDiese Konzeption und Zielsetzung sind die Grundlagen für unsere  gesamte Arbeit.

Hier unten finden Sie Fragen, die häufig an den Vorstand, Geschäftsführer und Mitarbeitenden von Spectrum gestellt werden. Wenn Sie darüber hinaus noch etwas von uns wissen möchten, freuen wir uns über Ihre E-Mail.Treten Sie mit uns in Kontakt!

Entsprechen unsere Zielsetzungen noch der sozialen und ökonomischen Wirklichkeit?

Ja - auch wenn das auf den ersten Blick angesichts der Wachstumszahlen der Landeshauptstadt paradox erscheint. Dennoch - einem Überangebot an Lehrstellen stehen immer mehr junge Menschen gegenüber, die als „unversorgte“ Jugendliche ohne Ausbildungsplatz übrigbleiben - weil sie nach Ansicht der Ausbilder nicht „ausbildungsreif“ sind, keinen Schulabschluss haben, nicht in der Lage sind, sich alleine um die nötigen Qualifikationen zu bemühen, diese zu erlangen und dann einen Ausbildungsplatz zu suchen und zu finden. Hier greift das soziale, sozialpädagogische und fachmännische Know-How von Spectrum e.V. Ebenso wie bei den Angeboten für Erwachsene.

Vollbeschäftigung in Bayern bis 2015 - eine Utopie?

Die ökonomische Münchner Wirklichkeit – die im Vergleich mit dem übrigen Bundesgebiet sehr positiv ist – zeigte aber auch: Die Zahl der sogenannten nicht „Ausbildungsreifen“ steigt bzw. geht auch in wirtschaftlichen Aufschwungphasen nicht zurück.

Gleiches gilt für die Zahl grundsätzlich arbeitsfähiger Menschen, die keinen Job bekommen. Der größte Teil dieser Menschen ist arbeitswillig und sucht einen Job. Dass sie ihn nicht finden, hat unterschiedliche Ursachen: Sie weisen die heute verlangten Qualifikationen nicht auf; Krankheiten, Suchtprobleme, psychische Beeinträchtigungen erschweren ihnen den Zugang zum regulären Arbeitsmarkt.
Oder sie werden schlichtweg als „zu alt“ eingestuft.

Alleinerziehende Mütter haben oft das Problem, dass die Arbeitsangebote nicht flexibel genug sind, um Familie und Beruf zu vereinbaren, die Versorgung mit Kindertagesstätten ist auch in München noch nicht flächendeckend. Vor allem junge Mütter haben oft keine abgeschlossene Berufsausbildung - diese mit Kind nachzuholen ist für viele ein Kraftakt, den sie ohne Hilfe nicht bewältigen.

Fazit: Selbst wenn wir in Bayern Vollbeschäftigung erreichen, heißt das, wir haben unter 3% Arbeitslose. Diese werden dann als „Bodensatz“ bezeichnet - und gelten als hoffnungslose Fälle. Spectrum e.V. will dazu beitragen, dass jeder und jede die Hoffnung auf einen Arbeitsplatz und damit auf berufliche und soziale Integration haben kann - und die Chance, sie zu verwirklichen.

Hartz IV - ist das die Endstation für junge Menschen?

Das Fördern funktioniert nicht richtig. Fast jeder Zweite ist ein Dauerkunde der Jobcenter. Wer unten ist, bleibt oft unten! Die Betriebe von Spectrum e.V. finden sich damit nicht ab. Dies ist für uns ein gesellschaftspolitischer Auftrag.  Die berufsbezogene Jugendhilfe unserer Betriebe mit einer pädagogischen Konzeption für marktorientiertes Arbeiten hat sich auch unter den jetzigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen bewährt. Wir öffnen jungen Menschen im Leistungsbezug neue Horizonte und begleiten sie auf dem Weg zur Ausbildung, durch diese hindurch und auf den ersten Arbeitsmarkt.  

Wie sieht Spectrum die zukünftigen Herausforderungen?

Die Qualifikation von jungen Menschen zur Erlangung der „Ausbildungsreife“ wird in Zukunft einen weiten Raum einnehmen. Hier hat Spectrum über 20 Jahre Erfahrung, diese werden wir ausbauen - und Kooperationsmodelle mit Unternehmen entwickeln, um gezielt dem Fachkräftemangel abzuhelfen. Dazu gehört die berufs- und sozialpädagogische Betreuung von Auszubildenden als Dienstleistung.

Wir denken über neue Betriebsfelder nach, für deren Produkte und Leistungen eine Nachfrage besteht, um zusätzliche neue Ausbildungsberufe marktnah, in eigenen Betrieben anbieten zu können. Wir verstärken unser Engagement in Wachstumsbranchen, z.B. der Mobilität - einer Kernkompetenz von Spectrum.  Das kulturelle Potenzial wird neben der beruflichen Qualifikation stärker zu entwickeln und zu fördern sein, im Sinne einer ganzheitlichen Förderung und Integration. Dazu gehören Angebote im künstlerischen Bereich, Lese- und Schreibwerkstätten und das gemeinsame Erleben kultureller Veranstaltungen wie Konzerte, Theater u.a. zur Unterstützung der sozialen Fähigkeiten.  Die Gesundheitsförderung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird eine größere Rolle spielen.  Eine intensivierte Kooperation mit Schulen und anderen Jugendeinrichtungen, z.B. in Form von beruflichen Praktika und Schnupperkursen, soll junge Menschen schon in der Schule für das Thema berufliche Qualifikation sensibilisieren.  Ein weites Feld bleibt die berufsbezogene Integration von älteren Arbeitslosen, von alleinerziehenden Müttern und Vätern und die Beschäftigung von Menschen, die auf dem „ersten“ Arbeitsmarkt mit den herkömmlichen Mitteln und Programmen nicht integrierbar sind. Hier müssen in Zusammenarbeit mit Betrieben, Pädagogen und Psychologen Modelle entwickelt werden, die ebenso nah am Markt wie nah an den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Betroffenen sind.  Wir meinen, dass auch für diese Menschen Arbeitsplätze gestaltet werden können, um Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die auf dem Markt nachgefragt werden.  Wir werden uns verstärkt, alleine und in Zusammenarbeit mit anderen Trägern und Verbänden, in die politische und öffentliche Diskussion einmischen. 

Wie kann Spectrum der Schere zwischen arm und reich entgegenwirken, die sich auch bei uns immer weiter öffnet?

Wir wenden uns in aller Deutlichkeit gegen eine sich entwickelnde Almosenmentalität. Wir wollen Hoffnung geben und die Eigenverantwortlichkeit ermutigen. Wir sehen in den Teilnehmern an einer bezahlten Maßnahme nicht nur die benachteiligten gesellschaftlich wieder zu Integrierenden. Wir sehen die Menschen, und möchten sie auf dem Weg in ein selbst bestimmtes, selbst geführtes und selbst bezahltes Leben begleiten.  Manfred Jena: „Ich bin überzeugt: Eine andere Welt ist möglich. Eine Welt, in der jeder Mensch in Würde leben kann. Dafür zu kämpfen ist ein Leitbild des christlichen Glaubens. Spectrum e.V. versteht sich als ein Verein, der seine Wurzeln im Protestantismus hat.

Seien wir treibende Kraft in der Gesellschaft, um diese Ziele zu verwirklichen!“